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Vielfalt! Dankbarkeit! Hoffnung! Sprachprojekt "Einstieg Deutsch" der vhs RPK erfolgreich beendet.

Für Geflüchtete gab es an der vhs wieder die Möglichkeit, deutsch zu lernen. Wir haben mit der Lernbegleiterin Antje Beisel-Spindler über Ihre Erfahrungen gesprochen .

Digitale Medien helfen bei der Binnendifferenzierung.

Eine bunt gemischte Gruppe lernt zusammen an einem Tisch.

Die vhs RPK hat nun bereits das vierte Lernangebote im Rahmen von „Einstieg Deutsch“ durchgeführt. Vom 10. September bis 30. November 2018 half das Sprachangebot insgesamt 15 Geflüchteten beim Erlernen der Sprache und beim Umgang mit dem Computer.

An drei Unterrichtstagen unterrichtete die Lehrkraft Frau Hinz ganz klassisch mit Buch und Arbeitsblättern und an zwei Tagen lernten die Teilnehmenden selbstständig mit dem Online-Lernprogramm A1-Deutschkurs des DVV. Hierbei wurden sie von der Lernbegleiterin Frau Antje Beisel-Spindler unterstützt und individuell betreut.

Welche Erfahrungen hat Antje Beisel-Spindler mit der bunt gemischten Gruppe mit Menschen aus Somalia, Afghanistan, Pakistan, Syrien, Eritrea und der Türkei, Frauen und Männern unterschiedlichen Alters und mit ganz unterschiedlichen Lernerfahrungen gemacht? Wir haben nachgefragt.

Was war Ihre Aufgabe beim Projekt „Einstieg Deutsch“?

Meine Aufgabe beim Projekt Einstieg Deutsch bestand darin, die Kursteilnehmer bei ihrem Deutschkurs am Computer zu unterstützen. Da die Teilnehmer alle verschiedene sprachliche und schulische Vorbildungen haben, gibt es sehr unterschiedliche Fragen zur Hilfestellung. Von "noch nie am PC gesessen" bis zu PC-firm durch Studium geht das gesamte Spektrum. Öfters habe ich ein Thema, mit dem ein Teilnehmer Schwierigkeiten hatte, mit der gesamten Gruppe erarbeitet und somit durch Tafelarbeit oder Spiele den Unterricht am PC etwas aufgelockert.

Was machte Ihnen an Ihrer Aufgabe besonders Spaß?

Besonderen Spaß machte die Vielfältigkeit der Lernsituation. Durch die unterschiedlichen Vorkenntnisse sowohl schulisch als auch sprachlich kann ich den Unterricht sehr abwechslungsreich gestalten, was besonders für den Unterricht am PC wichtig ist.

Gab es besondere Herausforderungen? Welche?

Wie oben erwähnt, ist natürlich gerade diese Vielfalt auch sehr anspruchsvoll. Auf jeden Teilnehmer gehe ich gesondert ein, was die Lerngeschwindigkeit als auch das Lernniveau angeht. Auch private Situationen, die die Teilnehmer mit in den Unterricht bringen, wie zum Beispiel Angst vor einem Behördenbrief, wurden Teil des Unterrichts. Damit musste man flexibel umgehen.

Gibt es ein besonders schönes/beeindruckendes Erlebnis aus Ihrer Arbeit?

Es gibt einen bestimmten Punkt, an dem man merkt, dass einem die Teilnehmer vertrauen, dass die anfängliche Scheu weicht und sie sich komplett öffnen. Besonders beeindruckend finde ich, wenn Teilnehmer aus Ländern, die miteinander eine Krisensituation haben, im Unterricht miteinander lachen und versuchen, sich auf Deutsch zu unterhalten, mit den Worten, die ihnen schon zur Verfügung stehen.

Was nehmen Sie aus Ihrer Arbeit mit? Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Die Erfahrungen aus diesem Projekt nehme ich als Bereicherung für mich ganz persönlich mit und hoffe und wünsche sehr, dass es weitere Projekte Einstieg Deutsch gibt, damit noch mehr Menschen diese Chance bekommen.

Welche drei Begriffe spiegeln Ihre Erfahrungen/Arbeit bei „Einstieg Deutsch“ am treffendsten wider?

Vielfalt. Dankbarkeit. Hoffnung.


Vielen Dank für das Gespräch!

Informationen zum Projekt finden Sie auch auf www.einstieg-deutsch.de.

 

 

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